Augen auf! Augen auf! - Kinotag zum 28. Januar 2026
- Date in the past
- Wednesday, 28 January 2026, 10:00
- Gloria, Heidelberg
Am 27. und 28. Januar 2026 findet bundesweit der Augen auf-Kinotag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Unter dem Motto „Wann erheben wir unsere Stimme?" lädt der Augen auf-Kinotag dazu ein, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und zu fragen: Was bedeutet sie für uns heute?
In diesem Jahr beteiligt sich das GLORIA-Kino zusammen mit der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma mit einem vielseitigen und pädagogisch begleiteten Schulprogramm am Vormittag. Zusätzlich gibt es eine offene Sondervorstellung zur Deutschland-Premiere des Films DELEGATION am Abend.

Address
Gloria
Hauptstraße. 146
69117 HeidelbergOrganizer
Critical Film & Image Hub (Universität Heidelberg), Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma
Event Type
Filmvorführung
Event Homepage
Programm am 28.01.2026
DAS GEHEIME STOCKWERK
Veranstaltungstermin: Mittwoch, 28.01., 10:00 Uhr
anschließendes Filmgespräch, ca. 30 Minuten
DE, AT, LUX 2025, Regie: Norbert Lechner | 95 Min.
ab Klasse 5 / 10 Jahren
Worum geht es?
Der zwölfjärige Karli zieht mit seiner Familie in die Alpen, wo sich seine Eltern endlich den Traum vom eigenen Hotel erfüllen.
Bei seinen Streifzügen durch das ehemalige Grandhotel entdeckt er, dass er in einem alten Lastenaufzug in der Zeit reisen kann – und landet im Jahr 1938! Karli freundet sich dort mit dem jüdischen Gästemädchen Hannah und dem Schuhputzerjungen Georg an. Doch Karli wagt nicht, seinen Freunden zu erzählen, was er über das Jahr 1938 erfährt, und warum es lebenswichtig ist, dass Hannah nicht nach Berlin zurückfährt. Als Georg zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt und gefeuert wird, wollen seine neuen Freunde ihm helfen und den wahren Gauner finden. Dabei entdecken die drei, dass im Hotel seltsame Dinge vor sich gehen. Ist der gutaussehende Pianist Bruno ein Juwelendieb? Und steckt Hannahs Vater mit ihm unter einer Decke?
Die Kinder beschließen, das Rätsel zu knacken und finden heraus, dass sich hinter der Hotelfassade ein riesiges Geheimnis verbirgt!
Für wen geeignet?
Für wen geeignet? Ab Klasse 5 und ab 10 Jahren sind der Film und die begleitenden interaktiven Lernbausteine niedrigschwellige Türöffner, den Nationalsozialismus im Unterricht zu thematisieren. Mit den jungen Identifikationsfiguren und einer besonderen Zeitmaschine wird das Interesse geweckt, über die NS-Vergangenheit und ihre Bedeutung für die Gegenwart nachzudenken.
2 Kurzfilme: WESLEY SCHWIMMT & MENSCHEN KÖNNEN ZWEIMAL STERBEN
Veranstaltungstermin: Mittwoch, 28.01., 11:00 Uhr
anschließendes Filmgespräch
ab Klasse 8 / 13 Jahren
WESLEY SCHWIMMT
D 2024 | Regie: Adrian Oeser | Kurz-Dokumentarfilm | 31 Min
Worum geht es?
Wesley Höllenreiner ist 14 Jahre alt. Und er ist Sinto. Im Sommer 2024 reist er in die Gedenkstätte Auschwitz. Vor 80 Jahren war Wesleys Uropa Hugo Höllenreiner als Kind in Auschwitz interniert. Er überlebte mit seinen Eltern und seinen Geschwistern. Schätzungsweise 500.000 Sinti:ze und Rom:nja wurden von den Nazis ermordet. 4.300 von ihnen in nur einer Nacht, vom zweiten auf den dritten August 1944 in den Gaskammern von Auschwitz.
Als erwachsener Mann schwamm Hugo Höllenreiner in seiner Heimatstadt Ingolstadt gegen den Strom – in der Donau wie in seinem Engagement für die Rechte der Sinti:ze und Rom:nja. Wesley will wissen, was sein Uropa in Auschwitz erleben musste und wie er dessen Arbeit weiterführen kann – sich dafür einzusetzen, dass der Völkermord erinnert wird und dass Sinti und Roma keinen Rassismus mehr erfahren müssen.
Für wen geeignet?
Ab Klasse 8 und ab 13 Jahren eignet sich das Kurzfilmprogramm mit den pädagogischen Begleitmaterialien für den Unterricht. Filmisch auf ganz unterschiedliche, besondere Weise wird die NS-Verfolgung der Sinti:ze und Rom:nja durch die Familiengeschichten von Wesley Höllenreiner und Romeo Franz persönlich erzählt und erinnert. Der Bezug zur Gegenwart wird auch mit Blick auf antiziganistische Stereotype und schmerzvollem Vergessen deutlich.
MENSCHEN KÖNNEN ZWEIMAL STERBEN
D 2022 | Regie: Hamze Bytyci | Kurz-Animationsfilm | 6 Min.
Worum geht es?
Wie können wir uns an diejenigen erinnern, die vor uns gegangen sind? Das ist die Frage dieses animierten Kurzfilms, der die Geschichte von zwei preußischen Brüdern, Vinko und Schanno Franz, erzählt, die mit ihren Instrumenten Freude und Musik ins Leben brachten. Der Kurzfilm unterstreicht die Notwendigkeit, die Geschichten derjenigen zu erzählen, die sie nicht mehr selbst erzählen können, und ist ein dringlicher Apell, sie nicht zu vergessen.
Für wen geeignet?
Ab Klasse 8 und ab 13 Jahren eignet sich das Kurzfilmprogramm mit den pädagogischen Begleitmaterialien für den Unterricht. Filmisch auf ganz unterschiedliche, besondere Weise wird die NS-Verfolgung der Sinti:ze und Rom:nja durch die Familiengeschichten von Wesley Höllenreiner und Romeo Franz persönlich erzählt und erinnert. Der Bezug zur Gegenwart wird auch mit Blick auf antiziganistische Stereotype und schmerzvollem Vergessen deutlich.