Augen auf! Augen auf! - Kinotag zum 27. Januar 2026
- Date in the past
- Tuesday, 27 January 2026, 10:00
- Gloria, Heidelberg
Am 27. und 28. Januar 2026 findet bundesweit der Augen auf-Kinotag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Unter dem Motto „Wann erheben wir unsere Stimme?" lädt der Augen auf-Kinotag dazu ein, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und zu fragen: Was bedeutet sie für uns heute?
In diesem Jahr beteiligt sich das GLORIA-Kino zusammen mit der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma mit einem vielseitigen und pädagogisch begleiteten Schulprogramm am Vormittag. Zusätzlich gibt es eine offene Sondervorstellung zur Deutschland-Premiere des Films DELEGATION am Abend.

Address
Gloria
Hauptstraße. 146
69117 HeidelbergOrganizer
Critical Film & Image Hub (Universität Heidelberg), Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma
Event Type
Filmvorführung
Event Homepage
Programm am 27.01.2026
DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER
Veranstaltungstermin: Dienstag, 27.01., 10:00 Uhr
anschließendes Filmgespräch mit Dr. Sarah Lias Ceide (Historisches Seminar - Universität Heidelberg), ca. 30 Minuten
D 2015 | Regie: Lars Kraume | 105 Min.
ab Klasse 9 / 14 Jahren
Worum geht es?
Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohl wissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.
Für wen geeignet?
Ab Klasse 9 und ab 14 Jahren können Sie mit diesem Film und den Begleitmaterialien auch im Unterricht arbeiten. Zum Beispiel, mit welchen filmischen Mitteln das Verdrängen der NS-Verbrechen und die Atmosphäre der Ära Adenauer, aber auch Fritz Bauer und seine Leistungen zur juristischen Aufarbeitung gezeigt werden.
ZIRKUSKIND
Veranstaltungstermin: Dienstag, 27.01., 11:00 Uhr
anschließendes Filmgespräch mit Regisseurin Julia Lemke, ca. 30 Minuten
D 2025 | Regie: Julia Lemke, Anna Koch | 90 Min.
ab Klasse 3 / 8 Jahren
Worum geht es?
Santino ist ein Zirkuskind. Sein Uropa „Ehe“ ist einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands und erzählt ihm die Geschichten seiner Vorfahren: Von der Freundschaft zu einem Elefanten, von Abschieden und Neuanfängen und von seinen ersten Schritten als Clown in der Manege, aber auch von Vorurteilen in der Gesellschaft und von der Verfolgung von Sinti:ze und Rom:nja im Nationalsozialismus.
ZIRKUSKIND erzählt vom Aufwachsen mit der Familie und den Tieren, von den magischen Momenten im Zirkus und von denen, die seit Generationen die Kunst und Unterhaltung in die Arena bringen. Ein dokumentarisches Roadmovie für Kinder und deren Familien über das Leben einer Zirkusfamilie zwischen Alltag und Faszination.
Für wen geeignet?
Ab Klasse 3 und ab 8 Jahren wird niedrigschwellig über die Vorstellung eines Zirkus und mit bunten Animationen ein Generationendialog dargestellt. Auch die NS-Verfolgung von Sinti:ze und Rom:nja und heutige Vorurteile werden kindgerecht verhandelt. Interaktive Lernbausteine begleiten die pädagogische Auseinandersetzung animierend und digital im Klassenzimmer.
DELEGATION
Veranstaltungstermin: Dienstag, 27.01., 18:00 Uhr - Abendveranstaltung für alle Schüler*innen und alle Interessierte
Premiere zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
anschließendes Filmgespräch mit Dr. Louise Hecht (Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg) und David Rosenberg (Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz, Jüdischer Studierendenverband RLP), 30-45 Minuten
PL, DE, ISR 2023, Regie: Asaf Saban | 101 Min.
ab Klasse 8 / 13 Jahren
Worum geht es?
Eine sogenannte Delegation junger Israelis reist nach Polen, um dort die von Deutschen errichteten Konzentrationslager zu besichtigen. Unter ihnen sind der etwas schüchterne Frisch, die künstlerisch ambitionierte Nitzan und Mädchenschwarm Ido. Zu den historischen Mahnmälern bringen sie ihre eigene Geschichte mit. Es ist der Abschluss ihrer gemeinsamen Schulzeit, der Militärdienst steht bevor. Und so entspinnt sich vor dem Hintergrund der zentralen jüdischen Katastrophe des 20. Jahrhunderts eine Dreiecksgeschichte aus Liebe, Freundschaft und Politik. Mit beeindruckender Einfühlsamkeit und Ernsthaftigkeit lässt sich dieser Coming-of-Age-Film auf die Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte und Ängste seiner jugendlichen Hauptfiguren ein. Wir erhalten tiefe Einblicke in ihre Konflikte und ihre Verbundenheit. Am Ende der Reise werden alle drei andere Personen sein, als sie zuvor waren.
Für wen geeignet?
Ab Klasse 8 und ab 13 Jahren bringt dieser Coming-of-Age-Film mit den Begleitmaterialien Schüler*innen das weite Feld von Erinnern und Gedenken an die Shoah näher. Mit Humor, Multiperspektivität und vielen jungen Filmfiguren zeigt der Film eine jüdisch-israelische Jugendgruppe auf KZ-Gedenkstättenreise in Polen – daraus ergeben sich viele filmische und thematische Impulse für den Unterricht.