Deutsch-tschechische Konferenz Das Erbe der überlebenden Sinti und Roma über Generationen hinweg

Anerkennung, Verantwortung und Herausforderungen 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg

Anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs organisiert die Forschungsstelle Antiziganismus gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften eine internationale Konferenz. Weitere Partner der Veranstaltung sind das Romani-Studies-Programm der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag, der Ausschuss für die Entschädigung der Roma-Holocaust-Opfer und Menda Yek (Amcha Deutschland).

Die dreitägige Konferenz bringt Aktivist:innen, Nachkommen der Überlebenden, Forschende und Vertreter:innen öffentlicher Institutionen zusammen, um aktuelle Formen des Gedenkens an den NS-Völkermord an Sinti und Roma in Europa, die ethischen Herausforderungen im Zusammenhang mit dessen Erforschung, die generationsübergreifende Weitergabe von Traumata und die Erinnerungspolitik zu diskutieren. Mehrere Nachkommen von Überlebenden aus der Tschechischen Republik und Deutschland wirken entweder direkt an der Organisation der Veranstaltung mit oder halten dort Vorträge.

 

Ein Grab mit Holzkreuz in einem Wald im Hintergrund im Vordergrung rot-weiße Schrift mit Veranstaltungshinweisen

Das dreitägige Programm beginnt am 11. September 2025 im Kino Ponrepo in Prag mit der internationalen Premiere von zwei Dokumentarfilmen über die zweite Generation von Holocaust-Überlebenden – dem deutschen Film „Auschwitz verlassen“ und dem tschechischen Film „Když se bolest dědí“ („Wenn Schmerzen vererbt werden“ ). Nach der Vorführung findet eine moderierte Diskussion mit den Filmemacher:innen und Protagonist:innen statt.

Am 12. September findet in der Straka-Akademie, dem Sitz der tschechischen Regierung eine internationale Konferenz mit drei Podiumsdiskussionen statt. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Perspektiven der Täter:innen und die Stimmen der Opfer und ihrer Nachkommen, die generationsübergreifende Weitergabe von Traumata und die Sichtweise der dritten Generation von Überlebenden auf die Kultur des Gedenkens.

Der letzte Tag, 13. September, ist einem Besuch der Gedenkstätte Lety u Písku gewidmet. Eine feierliche Kranzniederlegung und eine Führung durch das Gelände des Memorials sind Teil des Programms.

Einladung zur Konferenz

Interessierte können sich für eine Teilnahme vor Ort oder online hier anmelden:

Zur Anmeldung

Weißer Hintergrund mit schwarzer und roter Schrift