Forschungsprojekt Stigma „Zigeuner“. Visuelle Dimensionen des Antiziganismus
Laufzeit: 1/2018-12/2018
Visuelle Medien spielen seit der Frühen Neuzeit eine Schlüsselrolle für die Genese des Antiziganismus.
Das Forschungsprojekt erzielte wichtige Ergebnisse für die interdisziplinäre Antiziganismusforschung und leistete zentrale Beiträge zur Analyse visueller Stereotype. Ein Schwerpunkt lag auf der Untersuchung des Kinderraubmotivs, dessen Ergebnisse in der Monografie von Radmila Mladenova Patterns of Symbolic Violence: The Motif of ‘Gypsy’ Child-Theft across Visual Media. How a Universal Archetype Was Transformed into an ‘Ethno-Racial’ (Stereo)type veröffentlicht wurden. Die Studie erschien bei Heidelberg University Publishing (heiUP) als Band 1 der neu eingerichteten Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus (FSA) mit dem Titel „Antiziganismusforschung interdisziplinär“.
Darüber hinaus beteiligte sich die FSA als Kooperationspartner an der internationalen Konferenz „Antiziganismus und Film“, die vom 21. bis 23. Februar 2018 in Berlin stattfand. Dr. Frank Reuter, Daniela Gress M.A. und Radmila Mladenova M.A. wirkten als Referent*innen mit. Radmila Mladenova war zudem an der Programmentwicklung, der Organisation und der Öffentlichkeitsarbeit der Konferenz beteiligt. Im Anschluss wurde der Tagungsband Antiziganismus und Film, der Beiträge in deutscher und englischer Sprache versammelte, bei heiUP veröffentlicht.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war die Konzeption und Durchführung der ersten eigenen Fachtagung der FSA unter dem Titel „Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“, die am 15. und 16. November 2018 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg stattfand und als IWH-Symposium eingestuft wurde. Im Anschluss wurde der Tagungsband, der die Ergebnisse der Fachtagung dokumentierte, als Band 2 der Schriftenreihe der FSA unter demselben Titel bei heiUP veröffentlicht.

Zur Stärkung der wissenschaftlichen Vernetzung gründete sich zudem eine interuniversitäre Arbeitsgruppe, an der Wissenschaftler*innen der Universitäten Heidelberg, Gießen, Flensburg und Erlangen–Nürnberg beteiligt waren. Ziel dieser Zusammenarbeit war die gemeinsame Antragstellung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Einrichtung einer Forschungsgruppe. Mehrere Vorbereitungstreffen fanden bereits statt und legten die Grundlage für eine langfristige Kooperation.
Der Research Council des Field of Focus 3 der Universität Heidelberg förderte das Vorhaben.
Projektmitarbeiterin
- Radmila Mladenova M.A.





