
Ausschreibung: Fellowship Filmbildung
Werde Community-Filmvermittler*in! Wir suchen Sinti* und Roma* ab 18 Jahren, die sich für Film begeistern und ihr Wissen weitergeben möchten. Du wirst in Filmvermittlung weitergebildet, setzt dein Wissen anschließend in der Praxis um und erhältst dafür 2.000 € Fellowship.
Onlinebewerbung bis 31.10.2026
Das Fellowship
Wer erzählt eigentlich über Sinti* und Roma* im Film? Und wie? Gemeinsam mit 11 weiteren Fellows gehst du diesen Fragen nach und gibst dein Wissen anschließend an andere weiter.
Was du lernst
- Sinti* und Roma* im Film: Du beschäftigst dich mit der filmischen Darstellung der Minderheit, auch mit Blick auf Antiziganismus und die NS-Verfolgung. Du lernst Filme kennen, die neue Perspektiven eröffnen.
- Film verstehen: Du erkennst, wie Filme gestaltet sind, welche Wirkung sie haben und in welche Kontexte du sie einordnen kannst.
- Film vermitteln: Du befähigst andere Zuschauende, das Gesehene einzuordnen und kritisch zu hinterfragen, und übst, Filmgespräche mit unterschiedlichen Gruppen zu moderieren.
So läuft es ab
- Kick-off: 4.–6. Dezember 2026 in Berlin (Anreise abends am 3.12., Abreise nachmittags am 6.12.)
- Weitere Treffen: drei verlängerte Wochenenden 2027, voraussichtlich im April, Juli und November
- Online: bis zu fünf Inputs, je maximal 90 Minuten
- Praxis: Du moderierst zwei Filmbildungsveranstaltungen, zwischen Herbst 2027 und Juli 2028.
Die genauen Termine und Inhalte werden im Verlauf der Planung gemeinsam mit den Fellows festgelegt.
Wer kann sich bewerben?
Sinti* und Roma* ab 18 Jahren. Du musst keine Erfahrung als Filmvermittler*in mitbringen. Erfahrungen in Bildungs-, Aufklärungs- oder Community-Arbeit rund um Sinti* und Roma* sind wünschenswert. Auch Erfahrungen aus Film, Pädagogik, Kulturarbeit, Aktivismus oder anderen Bereichen sind willkommen.
Das bekommst du
- Wegbereitung: Gemeinsam mit den Co-Fellows prägst du, wie mit und über Sinti* und Roma* im Film gesprochen und nachgedacht wird.
- Honorierung: 2.000 € Fellowship für Ausbildung und Praxis, dazu Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten
- Netzwerk: Kontakte Sinti* und Roma* Filmschaffenden sowie zu Akteur*innen aus Film, Bildung und Community
- Praxis mit Zukunft: Möglichkeiten, um Praxiserfahrung zu sammeln und Aufnahme in einen Pool freiberuflicher Filmvermittler*innen
Bewerbung und Auswahl
Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2026. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsformular. RomAnity e.V. und der Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus (Universität Heidelberg) entscheiden gemeinsam über die Aufnahme. Rückmeldung gibt es in der ersten Novemberwoche.
Fragen? Schreib gerne eine Nachricht an Atide: atide@romanity.de (E-Mail) oder @romanity.de (Instagram DM)
Warum Neve Paramisija?
Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti* und Roma* ist kaum in der gesellschaftlichen Erinnerung und Verantwortung verankert. Bis heute werden Sinti* und Roma* im Film wie in unserer Gesellschaft systematisch „vergessen“ oder mit rassistischen Stereotypen dargestellt. Neve Paramisija rückt Filme mit den Perspektiven von Sinti* und Roma* in den Mittelpunkt: mit Filmveranstaltungen, Bildungsmaterialien, der Weiterbildung von Multiplikator*innen und eigenen Kurzfilmen.
Mehr über das Projekt „Neve Paramisija“
Wer steckt hinter dem Projekt?
Neve Paramisija ist eine Kooperation des Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus (Universität Heidelberg) mit RomAnity e.V. und Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz.
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) gefördert und im Rahmen des Förderprogramms „Bildungsagenda NS-Unrecht“ von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) umgesetzt.



