2. Tagung der DFG-Forschungsgruppe „Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950)“ Selbstartikulation und europäische Verfolgungsgeschichte
- Montag, 9. November 2026, 10:00 - 20:00 Uhr
- Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg
Die DFG-Forschungsgruppe „Antiziganismus und Ambivalenz in Europa (1850–1950)“ lädt vom 9. bis 11. November 2026 zu ihrer zweiten internationalen Tagung nach Heidelberg ein. Unter dem Titel „Selbstartikulation und Europäische Verfolgungsgeschichte“ widmet sich die Tagung dem Spannungsverhältnis zwischen Formen der Selbstrepräsentation von Sinti*zze und Rom*nja und den europäischen Verfolgungs- und Ausschlussmechanismen vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Adresse
Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg
Veranstalter
Forschungsstelle Antizigansimus I Europa-Universität Flensburg
Veranstaltungstyp
Tagung
Homepage Veranstaltung
Ausgerichtet wird die Tagung gemeinsam von dem Teilprojekt 5 unter der Leitung von Prof. Dr. Iulia-Karin Patrut an der Europa-Universität Flensburg sowie dem Teilprojekt 6 unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Penter und Dr. Frank Reuter an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Im Zentrum stehen Fragen nach publizistischen, politischen und kulturellen Formen der Selbstartikulation, nach Gegenwissen und Widerständigkeit sowie nach der Verschränkung antiziganistischer Wissensordnungen mit institutionellen Machtstrukturen.
Das Tagungsprogramm bringt die Perspektiven verschiedener Teilprojekte der Forschungsgruppe miteinander ins Gespräch. Drei thematische Schwerpunkte strukturieren dabei die Diskussionen:
1. Medien, Formen und Kontexte der Selbstartikulation,
2. Prozesse der Narrativierung und Wissensproduktion sowie
3. institutionalisierte Machtverhältnisse und Formen des Widerstands.
Neben den Mitgliedern der DFG-Forschungsgruppe werden internationale Gäste aus der Forschung und Kulturarbeit ihre Expertise in die Tagung einbringen. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven werden aktuelle Forschungsfragen zum Verhältnis von Selbst- und Fremdrepräsentation interdisziplinär diskutiert und in einen breiteren wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog eingebettet.