Forschungsstipendium Juri Kreuz erhält Romani Rose-Fellowship

7. Januar 2026

Ab dem 1. Januar 2026 erhält Juri Kreuz eine Promotionsförderung an der Forschungsstelle Antiziganismus durch das Romani Rose-Fellowship. Das von der Manfred Lautenschläger-Stiftung geförderte Forschungsstipendium unterstützt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Ländern der Europäischen Union, die zum Thema Antiziganismus forschen.

Juri Kreuz ist Erziehungswissenschaftler mit einem Forschungsschwerpunkt auf antiziganismuskritischer Bildungsarbeit. Sein wissenschaftliches Anliegen liegt in der Verbindung qualitativer Sozialforschung mit communitybasierten, partizipativen Ansätzen und einer ausgeprägten Praxisorientierung. 

Im Rahmen des Romani-Rose-Fellowships bereitet Juri Kreuz aktuell ein Promotionsprojekt vor, das an diese Überlegungen anschließt und künstlerische Erinnerungspraxen von Sinti* und Roma* untersucht. Im Zentrum stehen methodologische und ethische Fragen partizipativer Forschung sowie die wissenschaftliche Reflexion künstlerischer Ausdrucksformen als Formen kollektiven Erinnerns und Wissens.

Porträt eines Mannes mit mittellangen mittelblonden Haaren in weißem Hemd und Schwarzem Anzug

Juri Kreuz studierte Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld. In seiner Masterarbeit „Epistemische Dilemmata in der Antiziganismusforschung. Eine communitybasierte qualitative empirische Analyse“ untersuchte er auf Grundlage qualitativer Interviews Spannungsfelder zwischen wissenschaftlicher Wissensproduktion, Communityperspektiven und historischen Machtverhältnissen. Ein besonderer Fokus lag auf Fragen von Repräsentation, Begriffspolitik und Partizipation in der Antiziganismusforschung.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt Juri Kreuz über mehrjährige Berufserfahrung als staatlich anerkannter Erzieher in unterschiedlichen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe, als DaF-/DaZ-Lehrer in der Erwachsenenbildung sowie in künstlerischen Kontexten als Musiker.