Blogpost von Sophie Schollenberger und Radmila Mladenova Die Darstellung von Sinti und Roma in Corinna C. Poetters Kinderbuch „Jukli“. Eine kritische Auseinandersetzung
„Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde“ ist ein Kinderbuch der deutschen Autorin Corinna C. Poetter, die darin die Themen „Familie, Freundschaft und Identität“ thematisiert (Verlagsbeschreibung). Die Zielgruppe des 2022 erstmals erschienen Buches sind Kinder ab 11 Jahren. Es beschreibt die Geschichte der Außenseiterin Flora, die kaum Anschluss in der Schule findet und auch zu ihren beiden älteren Brüdern ein eher angespanntes Verhältnis hat. Eines Tages trifft sie Mamou, eine ältere Romni, und freundet sich mit ihr (und ihren Eseln, Cocotte und Jukli) an. Flora besucht Mamou nun regelmäßig und lernt die Geschichte von Mamous Familie kennen. Jukli, das Eselfohlen, soll in Frankreich auf einem Eselfest ins Zuchtbuch aufgenommen werden – wozu Mamou eine Reise mit den Eseln plant. Doch Cocotte stirbt, Mamou erleidet einen Schwächeanfall und Flora soll an ihrer statt (und mit Hilfe von Mamous Familie) die Reise mit Jukli antreten. Sie bricht nach Frankreich auf, lernt verschiedene Verwandte von Mamou kennen und schafft es schließlich gerade noch rechtzeitig zum Eselfest.
Doch wie geht das Buch mit der Darstellung von Roma hinsichtlich Kultur und Geschichte, sozialer Verortung und dem Aussehen der Individuen um? Werden Stereotype verstärkt oder werden stereotype Erwartungen durchbrochen und überwunden?
